Die Gemeinde Aa en Hunze versieht alle grünen, grauen und orangefarbenen Mülltonnen mit einem Chip und einem Barcode, die mit der Wohnadresse verknüpft sind. Bei jeder Abholrunde stehen schätzungsweise 1.300 Mülltonnen an der Straße, die dort nicht hingehören.
Das melden der Regionalsender RTV Drenthe und die Zeitung Dagblad van het Noorden. Die Mülltonnen, die dort nicht hingehören, sorgen für 450 Tonnen zusätzlichen Abfall pro Jahr und kosten die Gemeinde jährlich 62.000 Euro extra. „Es gibt Tonnen, die mehrmals geleert werden, und Tonnen in Gebrauch, für die keine Abfallgebühr bezahlt wird“, sagt der Beigeordnete Richard Heling.
Oft handelt es sich um eine kostenlose zweite Tonne, etwa für Windeln, die die Leute zurückzugeben vergessen, wenn sie sie nicht mehr brauchen. Außerdem werden Tonnen über Kleinanzeigenportale wie Marktplaats gekauft, und Tonnen aus umliegenden Gemeinden gelangen heimlich über die Grenze nach Aa en Hunze.
Wenn das Müllfahrzeug eine Tonne anhebt, werden Chip und Barcode ausgelesen. So erkennt das System, ob die Tonne bereits geleert wurde und ob sie überhaupt zu Aa en Hunze gehört. Das Gewicht wird nicht erfasst: Es ist nicht geplant, Diftar einzuführen, ein System, bei dem pro Kilo Abfall bezahlt wird. Laut Heling ist die Privatsphäre der Bewohner nicht gefährdet, weil der Chip nur mit der Wohnadresse verknüpft ist und keine persönlichen Daten enthält.